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Eine Ära geht zu Ende ...

Die Chorgemeinschaft Hömberg-Zimmerschied verabschiedet sich nach 43 Jahren

43 Jahre lang hat die Chorgemeinschaft Hömberg-Zimmerschied das Orts- und Gemeindeleben in Hömberg und Zimmerschied gestaltet und geprägt.

Als damaligem Hömberger Ortsbügermeister gelang es Erwin Hennemann im Jahre 1976, den neuen Pfarrer und Chorleiter Reinhold Bars direkt nach seinem Dienstantritt für einen neuen Kirchenchor zu begeistern und ihm auch gleich den Taktstock anzubieten. Mit 32 Frauen und Männern haben sie unter dem Vorsitz von Adolf Bruchschmidt angefangen und seither haben sie gesungen! Adolf Bruchschmidt war schon seit 1948 17 Jahre lang 1. Vorsitzender des 1965 aufgelösten Männergesangvereines.

Sie lassen sich gar nicht zählen – die vielen mitgestalteten Gottesdienste, die Geburtstagsständchen und Auftritte beim Volkstrauertag und anderen wichtigen Termine in den Ortschaften. Wo etwas los war, da wurde gesungen und zur Feierlichkeit beigetragen. Mit seiner Pensionierung übergab Reinhold Bars nach 19 Jahren den Taktstock in die Hände unserer Organistin Jutta Reiter. Im gleichen Jahr übergab auch Adolf Bruchschmidt den Vorsitz des Chores an Emmy Schäfer. Beide Frauen nahmen diese Ämter bis zum heutigen Tage mit viel Begeisterung und hohem persönlichen Einsatz wahr. 

Nicht nur wir Pfarrerinnen haben in den letzten 6 Jahren die Chorgemeinschaft als Rückgrat der Kirchengemeinde empfunden, sondern sehr viele mehr.

Nun, nach langen Jahren geht dem Chor die Puste aus. Viele Sängerinnen und Sänger sind in den vergangenen Jahren ausgeschieden wegen Krankheit und Alter. Bei manchen musste der Chor auf der Trauerfeier singen. Nur wenige, wenn auch sehr engagierte Mitglieder, sind dazu gestoßen.

In diesen Sommermonaten wurde nun deutlich: Sieben übrig gebliebene Sängerinnen und Sänger sind nicht mehr genug für einen vollen, schönen Chorklang. Deshalb wurde schweren Herzens das Waldfest im Zimmerschieder Steinbruch als Abschluss ihres Wirkens festgelegt.

Der Kirchengemeinde Hömberg-Zimmerschied bleibt an dieser Stelle der Dank:

Danke für die vielen feierlichen Momente voller Gesang zum Lob Gottes. Danke für den Einsatz – man konnte immer auf euch zählen. Danke für die Gemeinschaft, die Ihr vorgelebt habt und mit der ihr Andere anstecken konntet.

Die Kirchengemeinde wird die Chorgemeinschaft vermissen, und es bleibt nur zu hoffen, dass sich dann und wann doch noch mal ein Grüppchen zusammenfindet und singt – damit das Lob Gottes nicht ganz schweige, sondern in den Orten weiterklingen kann.

Die Pfarrerinnen

Eva Lemaire und Jasmin Schönemann-Lemaire

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